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„Es dürfte kaum jemanden geben, der durch seine historischen Kenntnisse bessere Voraussetzungen als Stefan Schweizer bietet, um aus der RAF-Geschichte einen Thriller zu machen.“ Prof. Dr. Wolfgang Kraushaar, Hamburger Institut für Sozialforschung

Schweizer analysiert anhand der Originaldokumente zunächst die Ideologie und dann die Strategie der RAF. Dabei versteht er es, beide Punkte aufeinander zu beziehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern argumentiert Schweizer eng an den Bekennerschreiben, Strategiepapieren ... Er benutzt keine „Alibi-Zitate" wie man häufig immer wieder dieselben in vergleichbaren Werken antrifft, sondern setzt sich eingehend mit dem gesamten Textkorpus der RAF auseinander.“ Prof. Dr. Jochen Mayerl, Soziologe und Politikwissenschaftler TU Kaiserslautern

"Auch dieses Mal ein kompaktes und wirklich gelungenes Werk. Ich werde es weiter empfehlen." Prof. Dr. Wolfgang Kraushaar, Hamburger Institut für Sozialforschung 

"Stefan Schweizers Buch "RAF 1.0 - 3.0" handelt von der Roten Armee Fraktion, der sogenannten 'RAF'. Die Rote-Armee-Fraktion, die sich Ende der 1990er Jahre selbst auflöste, ist eine der jüngeren Generation unseres Landes kaum mehr bekannte linksextremistische Organisation, die während der 1970er und 1980er Jahre durch ihre Gewalttaten die bundesrepublikanische Öffentlichkeit in Atem hielt und unseren Staat bis in seine Grundfesten zu erschüttern vermochte. Doch war die RAF wirklich diese marxistisch-leninistische und antikapitalistisch agierende Terrororganisation, die in der damaligen BRD einen unmündigen Vasallen der imperialistischen USA sah? Oder war sie am Ende 'bloß' eine gut organisierte hochkriminelle Verbrecherbande, die Männer wie den Generalbundesstaatsanwalt Buback ermordete, die Schleyer-Entführung inszenierte oder führende Persönlichkeiten wie Jürgen Ponto oder Alfred Herrhausen umbrachte? Diese zuletzt gestellte Frage ist für die Aufarbeitung dieses Phänomens im aufblühenden Nachkriegsdeutschland von ganz entscheidender Bedeutung, zumal längst nicht jedem an einer solchen Aufarbeitung gelegen ist. Nicht von ungefähr ist es S. Schweizers Verdienst, sich so nachhaltig und fachlich versiert diesem Thema zugewandt zu haben, und man bescheinigt ihm diese Kompetenz auch von wissenschaftlicher Seite. Schweizer lässt nämlich die unverfälschten historischen Quellen selbst sprechen, die Bekennerschreiben, die Strategiepapiere und auch die übrigen Dokumente, um die in diesen angesprochenen Ereignisse in seiner Sichtweise einzuordnen und zu meisterhaft auszuwerten.
So stehen in diesem Werk über die RAF vor allem die zwei Hauptwellen des damaligen Terrorismus im Mittelpunkt des Geschehens: Die "Mai-Offensive 1972" und der "Deutsche Herbst 1977", und beide Wellen der Gewalt werden bezüglich der hinter ihnen stehenden Ideologie und Strategie in ihren Auswirkungen dargestellt. Darüber hinaus befasst sich das Buch auch mit der dritten Generation des RAF-Terrorismus (1984-1990), die bis auf dem Tag weithin im Dunkeln liegt. Etliche der noch lebenden und auf freiem Fuß befindlichen Terroristen hatten sich nach Palästina und manche sich sogar in die DDR abgesetzt. Diese letzte Phase der RAF liegt vielfach im Dunkeln, und die Organisation versuchte auch, Verbindungen zu anderen ausländischen Terrororganisationen herzustellen.
Zwar ist heute der Linksextremismus weithin ausgestorben und stellt hierzulande kein Problem mehr dar, aber könnte es nicht sein, dass beim derzeit in unserem Land wieder aufflammenden Rechtsradikalismus Tendenzen neu zum Leben erweckt werden, die wir längst für tot hielten!? Das Buch von Stefan Schweizer, "RAF 1.0 - 3-0" ist und bleibt also ein bis zu unseren Wurzeln hinabreichendes und für unser Selbstverständnis grundlegendes analysierendes Werk. Es ist ein für unsere Zeit sehr wichtiges Buch, das man gelesen haben muss, wenn man gesellschaftspolitische Zusammenhänge wirklich verstehen und die tieferen Zusammenhänge unserer neueren Geschichte erkennen will. Ein Buch für alle, die in Politik, Gesellschaft und Kultur mitreden wollen ..." Hubert Michelis, Schriftsteller